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Schweizer Paraplegiker-Forschung

Die Schweizer Paraplegiker-Forschung führt eine weitere Verlaufsstudie bei Menschen mit Querschnittlähmung durch. Damit besitzt sie weltweit einmalig Daten über einen Zeitraum von zehn Jahren. Die Forschungsresultate sind Grundlage für eine laufende Verbesserung der Versorgungssituation von Betroffenen in allen Lebensbereichen. Für ihre ganzheitliche Rehabilitationsforschung erhält die Paraplegiker-Forschung national und international Anerkennung. In gemeinsamen Programmen mit der Universität Luzern werden junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gezielt gefördert.

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Schweizer Paraplegiker-Forschung

Die Kernkompetenz der Schweizer Paraplegiker-Forschung ist die ganzheitliche Rehabilitationsforschung zum Zusammenspiel körperlicher, psychischer und sozialer Faktoren bei der Entwicklung und Überwindung von Behinderung. Die Paraplegiker-Forschung kooperiert national und international. Sie ist eine von Bund und Kanton gemäss Artikel 15 des Bundesgesetzes über die Förderung der Forschung und der Innovation (FIFG) anerkannte und geförderte ausseruniversitäre Forschungsinstitution von nationaler Bedeutung und exzellent im nationalen Wissenschafts- und Bildungsbereich positioniert. Sie erfüllt eine wichtige Aufgabe am Forschungsplatz Schweiz und kooperiert eng mit der Universität Luzern.

Die Schweizer Paraplegiker-Forschung führte in Zusammenarbeit mit ihrem nationalen und internationalen Forschungsnetzwerk wichtige Langzeitstudien und Forschungsprojekte weiter zur langfristigen und nachhaltigen Verbesserung der Gesundheit, Arbeitsmarktintegration, Selbstbestimmung und Lebensqualität querschnittgelähmter Menschen. Im Mittelpunkt standen dabei immer die Betroffenen in ihrer Interaktion mit der Gesellschaft.

Die SwiSCI-Kohortenstudie bildete die zentrale Forschungsplattform. Bis Ende 2022 wurden schweizweit mehr als 2000 Erstrehapatientinnen und -patienten im stationären Setting in die Studie eingeschlossen und im ambulanten Setting nachverfolgt. Im Community-Setting erfolgt alle fünf Jahre schweizweit eine umfassende Befragung. 2022 wurde der dritte Community Survey seit 2012 mit einer Beteiligung von mehr als 1300 querschnittgelähmten Menschen abgeschlossen. Weltweit einmalig besitzt die Schweiz damit Verlaufsdaten über einen Zeitraum von zehn Jahren.

Auf Basis dieser Forschungsdaten können jederzeit die neuesten Erkenntnisse zur bestmöglichen Versorgung und Integration von Querschnittgelähmten in die Praxis übersetzt werden. Die Zusammenarbeit und Wissensteilung mit Hochschulen, Forschungsinstitutionen, Kliniken, Kostenträgern und Politik fördert damit die Entwicklung und Gestaltung einer optimalen Lebenssituation. Die Forschungsresultate sind Grundlage, um wissenschaftsbasiertes, umfassendes Handeln in einem lernenden System zur Unterstützung von Betroffenen umzusetzen und um Menschen mit Querschnittlähmung lebenslang ein selbstbestimmtes Leben bei bestmöglicher Gesundheit, Funktionsfähigkeit und Wohlbefinden zu ermöglichen. Die Schweizer Paraplegiker-Forschung nimmt damit eine führende Rolle in der ganzheitlichen Rehabilitationsforschung ein und ist in Kooperation mit der Universität Luzern und weiteren Schweizer Universitäten ein national und international anerkanntes Forschungszentrum.

«Die Daten, die wir zum Thema Querschnittlähmung haben, sind einzigartig. Unsere Forschungsresultate sind dadurch Grundlage für verschiedenste und weitreichende Fragestellungen.»

Ausblick

Die Schweizer Paraplegiker-Forschung unterstützt die digitale Transformation in der Gesundheitsversorgung und Forschung und nutzt digitale Technologien zur Entwicklung personalisierter Feedbacksysteme für die feinere Vorhersage eines Behandlungsverlaufs in Bezug auf Gesundheit, Funktionsfähigkeit und Lebensqualität.

Nach 2018 startet 2023 die zweite internationale Befragung zu Querschnittlähmung in Zusammenarbeit mit bis zu 200 Spitälern und Betroffenenorganisationen in 40 Ländern weltweit. Es wird mit einer Beteiligung von zirka 20 000 Betroffenen gerechnet und mit wichtigen Vergleichsdaten zur Gesundheit und Versorgungssituation von querschnittgelähmten Menschen.

Zusammen mit der Universität Luzern führt die Schweizer Paraplegiker-Forschung ein vom Schweizerischen Nationalfonds finanziertes Forschungsprojekt zur besseren Gesundheitskommunikation am Beispiel der COVID-19-Pandemie durch. Erste Ergebnisse werden 2023 veröffentlicht.

Prof. Dr. med. Gerold Stucki

Direktor Schweizer Paraplegiker-Forschung

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