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Campus Nottwil

Die Schweizer Paraplegiker-Gruppe ist in der Zentralschweiz eine der grössten Ausbildungsstätten für Lernende und Studierende. Die Ausbildungsplätze und Stellen für die Betreuung in der Berufsbildung werden kontinuierlich ausgebaut. Zur beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung steht für Mitarbeitende, Menschen mit Querschnittlähmung, aber auch für externe Fachpersonen in der Schweiz und der ganzen Welt ein thematisch breites Bildungsangebot zur Verfügung.

Ort des Lernens, Forschens und Bildens

Weil die Behandlung, Betreuung und Beratung von rückenmarkverletzten Menschen nicht nur viel spezifisches Fachwissen, sondern auch eine hohe Kommunikationsfähigkeit oder Einfühlungsvermögen verlangt, nehmen die Gesellschaften der Schweizer Paraplegiker-Gruppe die Ausbildung von Nachwuchskräften, die Weiterbildung von Berufseinsteigenden nach einem Studium sowie die Fortbildung von Fachpersonal selbst in die Hand. So ist die Paraplegiker-Gruppe über die Jahre zu einem nachhaltig wirkenden Ort des Lernens, Forschens und Bildens geworden – einem veritablen Campus Nottwil.

Im Jahresbericht 2023 zeigt die Schweizer Paraplegiker-Gruppe, wie sie die Bildung auf dem Campus Nottwil fördert.

Weiterentwicklung

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Julia Ischer ist Trainee Online Marketing und Kommunikation bei der Schweizer Paraplegiker-Stiftung.

Klassische Einstiegsbereiche nach der beruflichen Grundbildung oder einem Studium sind bei der Schweizer Paraplegiker-Gruppe Berufe in der Pflege, Therapie, Medizin, Forschung, Administration und, beispielsweise bei der Schweizer Paraplegiker-Stiftung, in Marketing und Kommunikation. Zur persönlichen Weiterentwicklung können sich ausgebildete Mitarbeitende für ein internes Talentförderprogramm bewerben. Dabei werden sie über die Grenzen der einzelnen Gruppengesellschaften hinaus gefördert, stärken verschiedene Kompetenzen, sammeln Erfahrung in Managementaufgaben und erstellen ihren persönlichen Karriereplan.

Arbeitserfahrung

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Eskil Hermann ist in Ausbildung zum Kaufmann EBA am Schweizer Paraplegiker-Zentrum.

Die Angebote der Schweizer Paraplegiker-Gruppe für die schulische und berufliche Eingliederung für Patientinnen und Patienten nach einer Erstrehabilitation werden mit Mitgliederbeiträgen der Gönner-Vereinigung der Schweizer Paraplegiker-Stiftung und Spenden gefördert. Neben Schulunterricht, Potenzialabklärung, Berufs- und Laufbahnberatung, Arbeitstraining und Job Coaching werden gruppenintern Schnuppereinsätze, Perspektivenjahre und Ausbildungen ermöglicht. Über 60 Prozent der Betroffenen arbeiten nach der Erstrehabilitation wieder in einem für sie individuell möglichen Beruf. Das ist weltweit einzigartig und entlastet die Sozialversicherungen, den Staat und die Steuerzahlerinnen und -zahler.

Laufbahnförderung

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Emina Amrein ist in Ausbildung zur Fachfrau Gesundheit EFZ am Schweizer Paraplegiker-Zentrum.

Fachperson Gesundheit (FaGe) ist eine gute Basis für Weiterbildungen oder andere medizinische Berufe. Für Pflegefachpersonal auf Tertiär- und Sekundarstufe bietet das Schweizer Paraplegiker-Zentrum mit einem Laufbahnmodell gezielte berufliche Entwicklungsmöglichkeiten und Karriereperspektiven. Aufgrund dieser Förderung können offene Kaderstellen mehrheitlich mit internen Kandidatinnen und Kandidaten besetzt werden. Bereits gute Erfahrungen machen Mitarbeitende und das Schweizer Paraplegiker-Zentrum mit Co-Leitungsfunktionen.

Karriereperspektive

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Sabrina Koch-Borner ist Leiterin Handchirurgie-Management am Schweizer Paraplegiker-Zentrum und Doktorandin der Schweizer Paraplegiker-Forschung.

Die Schweizer Paraplegiker-Forschung bietet für zahlreiche Doktorierende und Masterstudierende eine interessante Möglichkeit, ihre wissenschaftlichen Arbeiten in einem interaktiven Forschungsumfeld zu verfolgen. Die örtliche Nähe zum Schweizer Paraplegiker-Zentrum verbindet die Rehabilitationsforschung mit der klinischen Forschung. Die akademische Anbindung an den Universitäten Luzern und Bern ermöglicht die gezielte Förderung von Nachwuchsforschenden mit klaren Karriereperspektiven.

Freiwilligenarbeit

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Damiano Zemp ist Sportverantwortlicher beim Rollstuhlclub «Gruppo Paraplegici Ticino» und in Weiterbildung zum Jugend+Sport-/esa-Experten bei der Schweizer Paraplegiker-Vereinigung.

Freiwilligenarbeit ist ein fester Bestandteil des Leistungsnetzes der Schweizer Paraplegiker- Gruppe. Fast 50 000 Stunden werden schweizweit jährlich geleistet. Bei der Schweizer Paraplegiker-Vereinigung tragen rund 2000 Freiwillige und Ehrenamtliche massgeblich zum breiten Angebot bei. Ehrenamtliche werden in ihrer Aus- und Weiterbildung gefördert. Sie werden zu Trainerinnen und Trainern, zu Sportverantwortlichen oder zu Schieds- und Kampfrichterinnen und -richtern ausgebildet. Ihr erworbenes Wissen geben sie an Menschen mit Querschnittlähmung weiter und bilden andere Ehrenamtliche aus.

Berufsnachwuchs

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Angelina Zehnder ist in Ausbildung zur Kauffrau EFZ bei Active Communication.

Die Ausbildung des eigenen Berufsnachwuchses zeichnet die Schweizer Paraplegiker-Gruppe aus. Sie engagiert sich insbesondere in jenen Bereichen, in denen ein Fachkräftemangel vorhanden ist oder sich abzeichnet. Im Vordergrund stehen die fachgerechte, systematische Ausbildung und eine qualifizierte Betreuung. Im Durchschnitt entscheiden sich knapp 80 Prozent der internen Lehrabgängerinnen und Lehrabgänger sowie Studierenden nach Ausbildungsabschluss für eine Weiterbeschäftigung bei der Schweizer Paraplegiker-Gruppe.

Bildungsstätte

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Jean-Claude Rohn ist Ausbildner bei der SIRMED und in Weiterbildung zum dipl. Dozenten HF.

Knapp 100 Mitarbeitende der Schweizer Paraplegiker-Gruppe absolvieren ein Studium auf Tertiärstufe. Insgesamt belegen sie 14 Fachrichtungen an höheren Fachschulen, Hochschulen und Universitäten. Das Schweizer Paraplegiker-Zentrum, die Schweizer Paraplegiker-Forschung und Active Communication sind in Kooperation mit Bildungsanbietern selbst Ausbildungsstätten, SIRMED gehört mit ihrem Bildungsangebot zu den Schweizer Marktführern. Auch finden auf dem Campus Nottwil wiederkehrend nationale und internationale Symposien und Kongresse statt.

Chancengleichheit

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Selina Planzer ist Co-Teamleiterin bei ParaHelp und in Ausbildung zur dipl. Wundexpertin SAfW.

Über 70 Prozent der Mitarbeitenden der Schweizer Paraplegiker-Gruppe sind Frauen. Umso wichtiger sind Frauenförderung und Gleichberechtigung. Dazu gehören marktgerechte und faire Löhne. Mit einer betriebsinternen Kindertagesstätte, 16 Wochen Mutterschaftsurlaub zu 100 Prozent Lohn, vier Wochen Vaterschaftsurlaub, einer freiwilligen Sozialzulage für Familien, Teilzeitarbeit für Frau und Mann, Co-Leitungsfunktionen, wie sie unter anderem bei ParaHelp möglich sind, und einem attraktiven Fort- und Weiterbildungsprogramm fördert die Schweizer Paraplegiker-Gruppe die Chancengleichheit.

Ausbildung

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Selim Rindlisbacher ist in Ausbildung zum Orthopädisten EFZ bei Orthotec.

Die Schweizer Paraplegiker-Gruppe präsentiert sich als Ausbildungsbetrieb an Messen und Veranstaltungen. An der Zentralschweizer Bildungsmesse Zebi informiert sie Jugendliche über ihre 15 Lehrberufe. Am halbtägigen Rahmenprogramm zum nationalen Zukunftstag nehmen über 100 Kinder teil und begleiten ihre Betreuungsperson am Arbeitsplatz. Mit 80 Teilnehmenden ist auch die Veranstaltung anlässlich der Zentralschweizer Woche der Gesundheitsberufe ausgebucht. Rund 80 jungen Menschen bietet die Schweizer Paraplegiker-Gruppe einen Ausbildungsplatz für eine zwei- bis vierjährige Grundbildung, darunter als Orthopädistin oder Orthopädist bei Orthotec.

Arbeitgeberattraktivität

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Nina Sattler ist in Ausbildung zur Köchin EFZ im Hotel & Conference Center Sempachersee.

Mit einem intern entwickelten, thematisch breiten Seminarangebot unterstützt die Schweizer Paraplegiker-Gruppe die berufliche und persönliche Entwicklung ihrer Mitarbeitenden. Dazu gehört das intern erwerbbare «FührungsZertifikat SPG», das von der Hochschule Luzern anerkannt und an deren «CAS Leadership DUAL» angerechnet wird. Für die interne und externe Fort- und Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden investiert die Schweizer Paraplegiker-Gruppe jährlich über vier Millionen Franken. Die aktive Personalförderung trägt zur Attraktivität als Arbeitgeberin bei und macht sie, wie das Hotel & Conference Center Sempachersee im schwierigen Arbeitsmarkt des Gastgewerbes, umso begehrter.